Muster & Glaubenssätze

People Pleasing – Es allen recht machen wollen und sich selber dabei verlieren

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Kommt dir das bekannt vor?

  • Du opferst dich ständig für andere auf und vernachlässigst deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse?
  • Dir fällt es schwer Grenzen zu setzen und nein zu sagen?
  • Du möchtest es immer allen recht machen und gehst dadurch ständig über deine Grenzen hinaus?
  • Du fühlst dich für die Gefühle von anderen Menschen verantwortlich?
  • Du hast Angst vor Konflikten und ziehst dich daher zurück, anstatt selbstbewusst deine Meinung zu äußern?
  • Du bist gut darin, dich den Menschen um dich herum anzupassen?
  • Du nimmst gerne die Meinung deines Umfelds an?

Erkennst du dich in diesen Punkten wieder? All das sind typische Merkmale eines People Pleasers. Warum People Pleasing nicht einfach nur nett sein ist, erfährst du hier.

Was ist eigentlich People Pleasing?

People Pleasing ist eine erlernte Verhaltensweise aus der Kindheit, die dich vor Ablehnung schützt. People Pleaser sind Menschen, die in ihrer Kindheit gelernt haben, so wie ich bin genüge ich nicht. Das People Pleasing beschreibt eine überangepasste Verhaltensweise. Überangepasste Menschen verbiegen sich, stellen die Bedürfnisse anderer vor ihre eigenen, können schlecht Grenzen setzen, „nein“ sagen und geben sich große Mühe gemocht zu werden.

Hinter diesem Verhalten steckt i.d.R. die Angst vor Ablehnung, Fehlverhalten und nicht gemocht werden. Menschen mit dieser Strategie haben in ihrer Kindheit oft die Erfahrung gemacht, dass sie besonders Zuwendung und Anerkennung bekommen, wenn sie die Erwartungen ihrer Mitmenschen erfüllen.

Typische Glaubenssätze, die hinter dem People Pleasing stecken können:

  • „Ich muss mich anpassen“
  • „Ich bin nicht gut genug“
  • „Ich bin dir unterlegen“
  • „Ich muss immer lieb und artig sein“
  • „Ich darf mich nicht wehren“
  • „Ich muss anderen gefallen, um geliebt/akzeptiert zu werden“
  • „Wenn ich die Bedürfnisse anderer vor meine eigenen stelle, bin ich ein guter Mensch“
  • „Es ist egoistisch, mich an erste Stelle zu setzen“

Um sich bestmöglich anzupassen, haben diese Menschen schon früh gelernt ihre eigenen Wünsche und Gefühle zu unterdrücken. Ein eigener starker Wille steht nämlich einer gelungenen Anpassung im Weg. Durch das Unterdrücken ihrer eigenen Bedürfnisse und Wünsche, wissen sie oft nicht was sie wollen.

Das People Pleasing führt im Erwachsenenalter oft zu einem großen Leidensdruck, denn das ständige Angepasst sein, Unterdrücken der eigenen Wünsche und Bedürfnisse und Überschreiten der eigenen Grenzen kann zur völligen Erschöpfung führen. Man ist ständig im Überlebensmodus, der sehr viel Energie kostet. Als Kind war diese überangepasste Verhaltensweise sehr nützlich, denn diese stellte sicher, dass dein Bedürfnis nach Bindung erfüllt wurde. Kinder brauchen ihre Eltern oder Bezugspersonen um zu überleben. Heute aber bist du ein erwachsener Mensch und kannst für dich alleine sorgen. Daher brauchst du deine überangepasste Art nicht mehr um zu überleben.

Ablehnung ist nicht mehr gefährlich für dich.

Was kannst du tun, um das People Pleasing loszuwerden?

1. Löse negative Glaubenssätze, Blockaden und Ängste in deinem Unterbewusstsein auf

Wie du ja schon weißt, ist People Pleasing eine erlernte Verhaltensweise aus deiner Kindheit. Durch bestimmte Erfahrungen und Erlebnisse sind negative Glaubenssätze, Blockaden und Ängste entstanden, die mit deinem People Pleasing in Zusammenhang stehen. Diese sind tief in deinem Unterbewusstsein abgespeichert und steuern was du denkst, was du fühlst und wie du handelst. Dein Unterbewusstsein stuft bis heute noch Ablehnung als gefährlich ein. Deshalb ist es wichtig, dass du dir diese Glaubenssätze, Blockaden und Ängste bewusst machst und auflöst. Das kannst du tun, indem du mit deinem Unterbewusstsein arbeitest beispielsweise durch Meditationen, Hypnose oder Theta Healing®.

2. Lerne Grenzen zu setzen und nein zu sagen

Du darfst jetzt neue Verhaltensweisen lernen, auch wenn sich das anfangs nicht gut anfühlt, das ist völlig normal. Und gehört natürlich Grenzen zu setzen und nein zu sagen. Wenn das nächste Mal jemand eine Bitte oder einen Wunsch an dich hat, verschaffe dir Zeit. Suche dir eine Ausrede wie z.B.: „Ich muss erst in meinem Kalender nachschauen, ich gebe dir dann Bescheid“, oder „Das kann ich jetzt noch nicht sagen, ich brauch eine Nacht, um darüber zu schlafen.“

Durch die Ausrede verschaffst du dir Zeit und brichst dadurch einen Automatismus. Den Automatismus immer ja zu sagen und das zu tun, was von dir erwartet wird. Du kannst dir dann ganz in Ruhe folgende Fragen stellen:

  • Mach ich das, weil ich mich sonst schuldig fühlen würde?
  • Mach ich diese Sache, um ein schlechtes Gewissen auszuhalten, von dem ich denke, dass ich es nicht aushalte?
  • Oder mach ich diese Sache, weil sie mir wirklich Freude bereitet oder weil ich jemanden wirklich eine Freude bereiten kann?

3. Stelle deine Wünsche und Bedürfnisse an erste Stelle

Wenn du das Problem hast, dass du gar nicht weißt was du überhaupt möchtest, bist du damit nicht alleine. Viele People Pleaser spüren sich selbst und ihre Bedürfnisse mit der Zeit nicht mehr. Wenn das bei dir der Fall sein sollte, kann es hilfreich sein dein Wertesystem kennenzulernen:

  • Was sind meine Werte?
  • Was sind meine Wünsche, Träume und Ziele?
  • Was sind meine eigenen Bedürfnisse?

Wenn du deine Werte, Wünsche, Ziele und Bedürfnisse kennst, stelle sie an erste Stelle, auch wenn sich das anfangs egoistisch anfühlt. Integriere Aktivitäten zur Selbstfürsorge in deinen Alltag, wie z.B. Meditationen, Sport, ein Spaziergang in der Natur, lese ein Buch oder treff dich mit deinen Freunden.

Wenn du dir diese Fragen beantwortet hast, kannst du das nächste Mal wenn dich jemand um etwas bittet abgleichen, ob dies auch deinem Wertsystem entspricht und ob du da auch wirklich Lust darauf hast.

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